Die richtige Rürup-Rente je nach Berufs- oder Personengruppen finden

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Rürup-Rente für Selbständige - flexible Vorsorge­möglichkeit

Die Rürup-Rente hat der Gesetzgeber hauptsächlich für Selbständige und Freiberufler eingeführt. Da sie die Riester-Rente für ihre private Altersvorsorge nicht nutzen können, steht ihnen seit dem Jahr 2005 die staatlich geförderte Basisrente zur Verfügung. Ein Überblick, wie die Rürup-Rente Selbständige sinnvoll vor Altersarmut schützt.

Rürup-Rente für Selbständige - Das Wichtigste auf einen Blick

Die staatlich geförderte Rürup-Rente bietet Selbständigen die Möglichkeit, etwas für ihre Alterssicherung zu tun. Sie zahlen monatlich, jährlich oder durch eine einmalige Einzahlung Beiträge in einen entsprechenden Rürup-Vertrag ein und werden dabei steuerlich gefördert. Im Alter sind ihnen dann lebenslange Rentenzahlungen sicher.

Die Vorteile der Rürup-Rente für Selbständige im Überblick:

Die Rürup-Rente kann flexibel bespart werden. Je nach ihrer finanziellen Situation können Selbständige einen festen Monatsbeitrag oder eine Einmalzahlung leisten. Auch eine Beitragsfreistellung in wirtschaftlich schlechteren Zeiten ist möglich.

Die Rürup-Rente wird mit Steuervorteilen gefördert. Ihre eingezahlten Beiträge können Rürup-Sparer zu großen Teilen steuerlich absetzen. Der steuerfreie Anteil liegt im Jahr 2017 bei 84 Prozent aus höchstens 23.362 Euro (Ledige) und 46.724 Euro (gemeinschaftlich Veranlagte).

Die Rürup-Rente schützt vor Altersarmut. Mit dem richtigen Vertrag sichern sich Selbständige lebenslange Rentenzahlungen und somit ihre finanzielle Unabhängigkeit im Alter.

Ist die Rürup-Rente für Selbständige sinnvoll?

Für Selbständige ist es besonders wichtig, privat für den eigenen Lebensabend vorzusorgen. Da sie nicht weder in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind noch eine staatlich geförderte Riester-Rente abschließen können, müssen sie sich anderweitig um eine sichere Rente bemühen. Die Rürup-Rente ist für Selbständige sinnvoll, weil sie in der Ansparphase Flexibilität und Steuervorteile verspricht. Ein weiterer Pluspunkt: Das angesparte Kapital wird weder bei einer Privatinsolvenz noch bei Hartz IV berücksichtigt.

Besonderheiten der Rürup-Rente

Vorteile
Es sind keine Bedingungen an den Abschluss gekoppelt. Jeder, der den Sonderausgabenabzug nutzen kann, kann die Rürup-Rente abschließen.
Es gibt keinen Mindesteigenbeitrag bei der Rürup-Rente.
Die Rürup-Rente ist sehr flexibel (monatliche, jährliche Zahlung und Sonderzahlungen möglich).
Steuervorteile in der Ansparphase. In 2017 sind es 84 Prozent. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 23.362 Euro (Ledige), 46.724 Euro (Ehepaare).
Kapital wird nicht auf Arbeitslosengeld II angerechnet. Die Rürup-Rente ist pfändungs- und insolvenzgeschützt.

Nachteile
Die Rürup-Rente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. In der Rentenphase müssen die Leistungen mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Dieser liegt jedoch niedriger als in der aktiven Erwerbsphase.
Kapital fällt ohne zusätzlichen Hinterbliebenenschutz der Versicherungsgemeinschaft zugute.
Die Rürup-Rente ist unkündbar und kann nur beitragsfrei gestellt werden.

Wie funktioniert die Rürup-Rente für Selbständige?

Während der Ansparphase können Selbständige so viel Geld für ihre Altersvorsorge zurücklegen, wie sie können und wollen. Dafür schließen sie bei einem Versicherungsunternehmen einen Rürup-Vertrag ab und zahlen dort Beiträge ein. Dafür kassieren sie jedes Jahr eine staatliche Förderung in Form von Steuervorteilen. 2017 dürfen Selbständige 84 Prozent ihrer Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen - bis zu einer Grenze von 23.362 Euro (Ledige) bzw. 46.724 Euro (Verheiratete).

Maximal von der Steuer absetzbarer Betrag der Rürup-Rente

Maximal von der Steuer absetzbarer Betrag der Rürup-Rente
201114.400 Euro
201214.800 Euro
201315.200 Euro
201516.000 Euro
202018.000 Euro
202520.000 Euro

Ab dem vereinbarten Rentenbeginn erhalten sie monatliche Rentenleistungen ausgezahlt. Die Rürup-Rente ist bewusst so konzipiert, dass eine einmalige Kapitalauszahlung nicht möglich ist. Wie hoch die monatliche Rentenzahlung später ausfällt, ist unter anderem von der Höhe der Einzahlungen, der gewählten Sparform und dem zu versteuernden Prozentsatz der Rente abhängig. Mehr zu den Rürup-Steuervorteilen erfahren.

Welche Versicherungen sind für Selbständige sinnvoll?

Wer sich in die Selbständigkeit traut, ist nicht nur sein eigener Herr, sondern muss sich auch intensiver und umfassender mit der privaten Absicherung beschäftigen. Insbesondere im Falle einer Krankheit oder im Alter erhalten Selbständige keine staatliche Unterstützung wie zum Beispiel Angestellte. Dazu kommen natürlich noch unternehmerische Risiken, die ggfs. abgesichert werden müssen. Für Experten stellen die private Altersvorsorge und die Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung die wichtigsten Versicherungen für Selbständige dar. Daher befassen wir uns heute mit den drei wichtigsten Vorsorgethemen für Existenzgründer.

Altersvorsorge – Altersarmut entgegenwirken

Für bestimmte Gruppen von Selbständigen gilt die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu gehören:

  • Selbständige Handwerker
  • Pflegepersonen
  • Hebammen
  • Künstler/ Publizisten
  • Selbständige mit nur einem Auftraggeber
  • Existenzgründer, die den Zuschuss von der Bundesagentur für Arbeit erhalten

Alle anderen Selbständigen können entscheiden, ob sie sich freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern möchte. Das kommt insbesondere für Personen in Frage, die bereits in die gesetzliche Rente eingezahlt haben, weil sie davor in einem Angestelltenverhältnis tätig waren. Wer sich gegen die gesetzliche Rentenversicherung entscheidet, sollte in jedem Fall eine private Altersvorsorge aufbauen. Gerade für Selbständige lohnt hier die staatliche geförderte Rürup-Rente.

Gefördert wird die Rürup-Rente durch Steuervorteile in der Ansparphase. Und zwar können ledige Sparer bis zu 20.000 Euro und verheiratete Ehepaare bis zu 40.000 Euro geltend machen. Im Jahr 2017 können bis zur Förderhöchstgrenze 84 Prozent der Beiträge als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Dieser Prozentsatz steigt jährlich an. Ab dem Jahr 2025 können 100 Prozent der Beiträge abgesetzt werden.

Beispiel: Ein Selbständiger schließt im Jahr 2014 eine Rürup-Rente ab. Er zahlt monatlich 100 Euro ein. Das sind jährlich 1.200 Euro. So kann er 2014 78 Prozent der 1.200 Euro steuerlich absetzen – also 936 Euro.

Berufsunfähigkeitsversicherung –
die Arbeitskraft absichern

Selbständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, erhalten im Falle einer Berufsunfähigkeit keine staatliche Unterstützung. Aber auch die staatliche Unterstützung fällt bei freiwillig Versicherten sehr gering aus. Wer nur noch weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kann, erhält zirka 30 Prozent des vorherigen Bruttoeinkommens. Um diese Versorgungslücke zu schließen, lohnt sich der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden individuell berechnet. Dabei spielen das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand genauso eine Rolle wie die Höhe der gewünschten Berufsunfähigkeitsrente und der versicherten Berufstätigkeit. Besonders wichtig ist es bei der BU-Versicherung auf Klauseln wie die Nachversicherungsgarantie oder den Ausschluss der abstrakten Verweisung zu achten.

 

ANGEBOT ZUR BUV ANFORDERN

Krankenversicherung –
privat oder gesetzlich versichern?

Wie auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung können sich Selbständige freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichern. Häufig wird jedoch die Absicherung durch die private Krankenversicherung (PKV) gewählt. Hier ist u.a. der Einschluss eines Krankentagegeldes empfehlenswert, da es keine Lohnfortzahlungen wie bei Arbeitnehmern gibt. Bei der privaten Krankenversicherung können Selbständige die Leistungen selbst bestimmen. Wenn bestimmte Leistungen reduziert werden und eine Selbstbeteiligung im Tarif enthalten ist, erhalten Selbständige eine private Krankenversicherung bereits ab 100 Euro im Monat. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung müsste der Mindestbeitrag von 309 Euro entrichtet werden. Jedoch ist eine Rückkehr aus der PKV in die GKV sehr schwer, wenn nicht fast unmöglich. Daran müssen Selbständige bei ihrer Entscheidung ebenfalls denken.

Bei allen Themen der privaten Vorsorge sollten Selbständige ihre Entscheidung mithilfe eines unabhängigen Experten treffen. Nutzen Sie dazu unseren kostenlosen Service und finden Sie einen Berater in Ihrer Nähe.

Rürup-Rente oder Riester-Rente: Selbständige haben keine Wahl

Die Frage, ob sie sich für eine Rürup-Rente oder für eine Riester-Rente entscheiden sollen, stellt sich für Selbständige eigentlich gar nicht. Letztere Vorsorgeform ist nämlich nicht für Selbständige gedacht. Die Riester-Förderung können Selbständige in der Regel nicht für sich beanspruchen. Einzige Ausnahme: Sofern ihr Ehepartner förderberechtigt ist und einen Riester-Vertrag hat, können sie sich auch für die Riester-Rente entscheiden. Für Selbständige, denen diese Option nicht offensteht, bietet sich die staatliche Förderung mit der Rürup-Rente an. Hier können sie ihre Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend machen und privat für den Ruhestand vorsorgen.

Rürup-Rente für Angestellte - Wie sinnvoll ist diese Vorsorge

Neben Freiberuflern und Selbständigen können auch Angestellte eine Rürup-Rente abschließen. Dabei müssen sie jedoch einen wichtigen Punkt in Bezug auf die Steuervorteile beachten. Ob eine Rürup-Rente für Angestellte sinnvoll ist – generell und im Vergleich zur Riester-Rente –, können Sie hier nachlesen.

Rürup-Rente: Angestellte profitieren von vielen Vorteilen

Unter Angestellten erfreut sich die Rürup-Rente hoher Beliebtheit. Denn nicht nur Selbständige und Freiberufler können von der Steuerersparnis und der Flexibilität der Basisrente profitieren. Auch Angestellte haben die Möglichkeit, mit dieser staatlich geförderten Altersvorsorge eine zusätzliche private Rente aufzubauen. Dabei profitieren auch sie von den Steuervorteilen, die die Rürup-Rente bietet. Doch im Gegensatz zu Rürup-Sparern, die nicht gesetzlich rentenversichert sind, reduziert sich die Steuerersparnis bei der Rürup-Rente für Angestellte.

Wie funktioniert die Steuerersparnis bei der Rürup-Rente für Angestellte?

Normalerweise können Kunden mit einer Rürup-Rente ihre eingezahlten Beiträge in der Steuererklärung geltend machen. Das Finanzamt berücksichtigt dabei einen Höchstbetrag von 23.362 Euro, bei Verheirateten sind es 46.724 Euro im Jahr. Dieser Betrag wird jedoch erst 2025 komplett steuerlich gefördert. Bis dahin können Versicherte nur einen Teil der Beiträge steuerlich geltend machen. 2017 beträgt dieser 84 Prozent. Daher können in diesem Jahr im besten Fall 19,624,08 Euro über den Sonderausgabenabzug angeben werden.

Maximal von der Steuer absetzbarer Betrag der Rürup-Rente

Maximal von der Steuer absetzbarer Betrag der Rürup-Rente
201114.400 Euro
201214.800 Euro
201315.200 Euro
201516.000 Euro
202018.000 Euro
202520.000 Euro

Rürup-Rente: Angestellte müssen Besonderheiten beachten

Bei der Rürup-Rente für Angestellte werden vom Höchstförderbetrag noch die Beiträge abgezogen, die sie im Laufe des Jahres in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Hat ein Versicherter beispielsweise binnen eines Jahres 12.766 Euro in die Rentenkasse gezahlt, wird dieser Betrag von den 23.362 Euro abgezogen, die sich Rürup-Sparer maximal anrechnen lassen können. Es bleiben demnach noch 10.596 Euro übrig, von denen 2017 vom Finanzamt 84 Prozent berücksichtigt werden. Wer nicht rentenversichert ist, wie viele Selbständige, profitiert ohne Abstriche von den Steuervorteilen.

Trotz dieser Einschränkung lohnen sich Steuervorteile bei der Rürup-Rente. Folgende Tabelle zeigt, welche Beträge Angestellte in Abhängigkeit zu ihrem Bruttoeinkommen steuerlich geltend machen können:

Bruttoeinkommen in EuroHöchstbetrag in Euro¹2017* absetzbar in Euro²
35.00020.089,516.473,39
45.00019.154,516.089,78
55.00018.219,515.304,38

¹ Höchstbetrag: 23.362 Euro minus 9,35 Prozent des Bruttoeinkommens
² 2017 absetzbar: Höchstbetrag geteilt durch 100 mal 84 Prozent
* Rentenbeitrag von 18,7 Prozent

Ist eine Rürup-Rente für Angestellte sinnvoll?

Ob eine Rürup-Rente für Angestellte sinnvoll ist, hängt vor allem von der persönlichen Situation ab. Besonders für Gutverdiener ist diese private Altersvorsorge empfehlenswert. Ihre Steuerlast ist im Vergleich zu Personen mit geringem Einkommen hoch. Durch die Steuervorteile können sie ihre zu zahlenden Steuern reduzieren. Eine Rürup-Rente für Angestellte ist auch dann sinnvoll, wenn sich die Versicherten Flexibilität wünschen, da die Beiträge variiert werden können. Wer sie gar nicht mehr schultern kann, etwa weil er gerade seinen Job verloren hat, kann die Rürup-Rente beitragsfrei stellen. Die Einzahlungen können dann fortgesetzt werden, wenn es die finanzielle Lage wieder zulässt. Um herauszufinden, ob die Rürup-Rente für Angestellte sinnvoll ist, können auch ein aktueller Rürup-Rente Test zurate gezogen werden.

Riester oder Rürup für Angestellte?

Mit der Riester und der Rürup-Rente gibt es gleich zwei staatlich geförderte Altersvorsorgemöglichkeiten. Während die Förderung bei der Riester-Rente weitgehend über Zulagen funktioniert, sind es bei der Rürup-Rente die Steuerersparnisse. Riester-Sparer unterstützt der Staat mit 154 Euro im Jahr. Da er jedoch auch für jedes Kind jährlich Zulagen von bis zu 300 Euro zahlt, kann die Riester-Rente für Versicherte mit einer kinderreichen Familie vorteilhafter sein. Alleinstehende, gutverdienende Angestellte sorgen hingegen mit einer Rürup-Rente besser vor.

Auch hier gilt: Ob nun die Riester oder die Rürup-Rente für Angestellte sinnvoll ist, ist von Person zu Person unterschiedlich. Wer die Frage nicht auf Anhieb beantworten kann und sich unsicher ist, kann sich beraten lassen. Mit einem Experten lassen sich alle wichtigen Details zur Rürup-Rente klären.

Rürup-Rente für Beamte - Gute Alternative

Die Rürup-Rente war ursprünglich gar nicht für Beamte vorgesehen. Zielgruppe der sogenannten Basisrente, die es seit 2005 gibt, waren anfangs vielmehr Selbständige und Freiberufler. Die Rürup-Rente für Beamte und auch für Angestellte kann sich wegen der steuerlichen Vorteile trotzdem für viele Sparer lohnen. Ein Überblick, wann die Rürup-Rente Beamte sinnvoll bei der Altersvorsorge unterstützen kann, wird hier gegeben.

Rürup-Rente Beamte – Wann lohnt sich die Basisrente?

Die meisten Beamten machen sich um ihre finanzielle Situation im Alter keine großen Sorgen. Wer in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis steht, kann im Ruhestand mit einem Ruhegehalt rechnen, mit dem er später aller Voraussicht nach gut versorgt sein wird. Eine zusätzliche Rürup-Rente für Beamte kann sich trotzdem lohnen. Vor allem für Beamte, die viele Steuern zahlen, hat diese ergänzende Form der Altersvorsorge einiges zu bieten. Daneben ist natürlich nicht zu unterschätzen, dass man sich mit einer zusätzlichen Altersvorsorge auch deutlich höhere Bezüge für die Zeit nach dem Berufsleben sichern kann.

Rürup-Rente: Beamte erhalten Steuervorteile vom Staat

Bei der Rürup-Rente für Beamte gelten im Prinzip die gleichen steuerlichen Vorteile wie bei Selbständigen. Jahr für Jahr können Sparer einen wachsenden Prozentsatz ihrer Beiträge, die sie in einen Rürup-Vertrag einzahlen, steuerlich geltend machen. Im Jahr 2017 liegt der steuerfreie Anteil bei 84 Prozent aus maximal 23.362 Euro für Ledige bzw. aus maximal 46.724 Euro für gemeinschaftlich Veranlagte (für Beamte abzüglich eines fiktiven Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung). Der Prozentsatz für die absetzbaren Sonderausgaben steigt bis zum Jahr 2025 Schritt für Schritt auf 100 Prozent an.

Maximal von der Steuer absetzbarer Betrag der Rürup-Rente
201114.400 Euro
201214.800 Euro
201315.200 Euro
201516.000 Euro
202018.000 Euro
202520.000 Euro

Neben diesem Steuervorteil, der vor allem Gutverdienern zugutekommt, liegt ein weiterer Vorteil der Rürup-Rente für Beamte klar auf der Hand: Mit dem richtigen Vertrag können Sparer ihre Altersbezüge nämlich noch einmal deutlich aufstocken und somit optimal für den Ruhestand vorsorgen.

Ist die Rürup-Rente für Beamte sinnvoll?

Ob eine Rürup-Rente für Beamte sinnvoll ist, hängt immer auch von den individuellen Voraussetzungen eines Sparers ab. Vor allem für ältere Beamte mit einem höheren Einkommen kann die Rürup-Rente wegen der staatlichen Förderung in Form von Steuervorteilen durchaus sehr attraktiv sein. Vor dem Vertragsabschluss sollten Beamte hier allerdings gemeinsam mit einem Vorsorgespezialisten besprechen, welche Vorteile und welche Nachteile die staatlich subventionierte Altersvorsorge für ihren konkreten Fall mit sich bringen würde.

Riester oder Rürup: Was lohnt sich mehr für Beamte?

Beamte müssen sich nicht unbedingt für eine Rürup-Rente entscheiden, wenn sie zusätzlich privat für den Lebensabend vorsorgen wollen. Um die staatliche Förderung abzugreifen können sie auch eine Riester-Rente abschließen. Hier dürfen sie Zulagen beantragen, sofern sie in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei bzw. von der Versicherungspflicht befreit sind.

Die Riester-Rente für Beamte kann sich insbesondere dann lohnen, wenn der Sparer eher geringere Bezüge erhält und mehrere Kinder hat. Für viele Familien mit Kindern ist die Riester-Rente nämlich eine gute Möglichkeit, Kapital für das Rentenalter anzusparen. Sie erhalten dann Jahr für Jahr Grund- und Kinderzulagen vom Staat, die ihrem Vertrag gutgeschrieben werden. Ob Beamte die Riester-Rente der Rürup-Rente vorziehen sollten, ist also stark von der finanziellen sowie familiären Situation des Einzelnen abhängig. Auch hier ist es ratsam, das passende Produkt gemeinsam mit einem Experten zu suchen.

Wann die Rürup-Rente Beamten nicht viel bringt

Bevor der Vertrag für die Rürup-Rente unterzeichnet ist, sollten Beamte sich genau überlegen, ob sie mit dieser Vorsorgeform die richtige Wahl treffen. Besonders wichtig ist es vorab zu klären, wie hoch die Steuerersparnis in den nächsten Jahren ausfallen kann und in welchem Umfang die späteren Rentenzahlungen zu versteuern sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den Beamte bei der Rürup-Rente bedenken sollten: In der Auszahlungsphase haben sie kein Kapitalwahlrecht. Das bedeutet, dass ihnen das angesparte Kapital niemals auf einen Schlag ausgezahlt wird. Selbst eine 30-prozentige Kapitalauszahlung zu Rentenbeginn – die bei der Riester-Rente möglich ist – kommt bei der Rürup-Rente nicht in Betracht. Stattdessen wird das Ersparte in Form einer lebenslangen Leibrente ausgezahlt.

So profitieren auch ältere Jahrgänge von der Rürup-Rente

Die Rürup-Rente ist Steuersparmodell und Altersvorsorge in Einem. Daher ist sie gerade für Gutverdiener interessant. Auch rentennahe Jahrgänge können so noch von der Rürup-Rente profitieren. Denn stimmt hier das Timing winken hohe Steuervorteile in der Ansparphase und eine geringere Besteuerung in der Auszahlungsphase der Rürup-Rente.

Aber auch Midager können sich mit der Rürup-Rente noch eine private Vorsorge aufbauen und gleichzeitig Steuern sparen. Denn anders als viele vermuten, richtet sich die Rürup-Rente nicht nur an Selbständige und Freiberufler, sondern auch an gutverdienende Arbeitnehmer und Beamte.

Abschluss einer Rürup-Rente – es ist noch Zeit bis zum Renteneintritt

Oftmals wird gesagt, dass Verbraucher frühzeitig mit der Altersvorsorge beginnen sollten, damit die spätere Rente die Versorgungslücke im Alter wenigstens annähernd schließen kann. Wer bis zur Lebensmitte noch nicht privat vorgesorgt hat, ist gut damit beraten, sich trotzdem noch eine private Altersvorsorge aufzubauen. Die Rürup-Rente wird hier häufig außer Acht gelassen. Immer noch hält sich das Vorurteil, dass diese Form der Vorsorge ausschließlich für Selbständige und Freiberufler gedacht ist. Dem ist nicht so: Auch gutverdienende Arbeitnehmer und Beamte profitieren.

Gefördert wird die Rürup-Rente durch Steuervorteile in der Ansparphase. Dabei können Ledige 20.000 Euro im Jahr als Sonderausgaben geltend machen. Gemeinsam veranlagte Ehepaare 40.000 Euro.

Wer nun viel Kapital ausgezahlt bekommen hat – zum Beispiel aus einer Lebensversicherung – und sich bereits in der Lebensmitte befindet, kann dieses Geld in eine Rürup-Rente anlegen.

Beispiel: Guildo H. ist 55 Jahre alt und hat nach Ablauf seiner Lebensversicherung 20.000 Euro erhalten. Diese kann er auf einmal in seine Rürup-Rente investieren. So kann er im Jahr 2014 78 Prozent des Einmalbetrag in der Steuererklärung geltend machen. So spart er nicht nur Steuern, sondern hat gleichzeitig einen Schritt in Richtung Altersvorsorge getan. Die Jahre darauf zahlt Guido M. monatlich seine Beiträge. Aufpassen muss er jedoch bei der Auszahlung der Leistungen. Denn die monatliche Rente, die nach Ablauf der Rürup-Rente ausgezahlt wird, ist steuerpflichtig – jedoch erst ab 2025 zu 100 Prozent. Davor steigt der Prozentsatz stufenweise an.

Abschluss einer Rürup-Rente – kurz vor dem Renteneintritt

Auch für rentennahe Jahrgänge ist die Rürup-Rente attraktiv. Denn gerade bei ihnen ist das Verhältnis zwischen Absetzbarkeit der Beiträge und Besteuerung der Leistungen besonders günstig.

Beispiel: Michael J. hat nur noch 2 Jahre bis zum Renteneintritt. In diesen 2 Jahren bespart er einen Rürup-Vertrag mit jeweils 20.000 Euro (Förderhöchstgrenze für Ledige). In 2014 kann er 78 Prozent der Beiträge absetzen. 2015 sind es sogar 80 Prozent. Ausgezahlt wird seine Rürup-Rente im Jahr 2016. Von den Leistungen, die er aus dem Vertrag erhält, muss er lediglich 72 Prozent versteuern. Je später die Rürup-Rente das erste Mal ausgezahlt wird, desto höher fällt dieser Prozentsatz aus.

Fazit zur Rürup-Rente – Vor- und Nachteile abwägen

Neben vielen Vorteilen, wie den Steuerbegünstigen, flexiblen Verträgen und der Sicherheit, hat die Rürup-Rente auch Nachteile, die je nach Bedürfnissen des Sparers unterschiedlich ausgeprägt sind. Dazu gehört u.a., dass eine Rürup-Rente nicht mehr gekündigt werden kann. Ganz wichtig ist, dass die Rürup-Rente keinen Rückkaufswert vorsieht. Einmal abgeschlossen, bindet sich der Kunde an das Versicherungsunternehmen und kommt an sein Geld auch erst nach Ablauf des Vertrags. Ebenso ist meist ein Hinterbliebenenschutz nicht im Vertrag integriert.

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