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Rürup-Rente – Fürs Alter sparen und Steuervorteile kassieren

Für die finanzielle Absicherung Ihres Ruhestandes stehen verschiedene Möglichkeiten bereit. Doch nur mit der Rürup-Rente fördert Sie der Staat immens über Steuervorteile. Die auch als Basisrente bekannte private Altersvorsorge richtet sich vorwiegend an Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener. Doch auch andere Berufsgruppen wie Beamte können profitieren. Wichtig ist, dass Sie sich umfassend zu allen Aspekten der Rürup-Rente informieren und einen kostengünstigen Anbieter wählen.

Das Wichtigste in Kürze

Jedes Jahr können Sie einen höheren Anteil Ihrer Beiträge zur Rürup-Rente steuerlich absetzen – Ab 2025 sind es 100 Prozent.

Ebenso steigt der vom Finanzamt berücksichtigte Höchstbeitrag regelmäßig. 2017 liegt dieser beispielsweise bei 23.362 Euro beziehungsweise 46.724 Euro (Ehepaare).

Sie können die Basisrente mit einer Zusatzversicherung koppeln, wovon jedoch abgeraten wird.

Anders als bei der Riester-Rente können Sie sich zu Rentenbeginn keinen Einmalbetrag auszahlen lassen. Die Rürup-Rente ist ausschließlich als monatliche Rentenauszahlung gedacht – Eine Ausnahme bilden sogenannte Kleinstrenten.

Statt einer Kündigung ist eine Beitragsfreistellung möglich.

Was ist eine Rürup-Rente?

Als die gesetzliche Rentenversicherung 2001 reformiert wurde, erhielten die meisten Bürgerinnen und Bürger mit der Riester-Rente die Möglichkeit, mit Unterstützung des Staates finanziell für den Ruhestand vorzusorgen. Einige Personengruppen wie Selbstständige, die keine Beiträge in die Rentenkasse zahlen, konnten davon jedoch nicht profitieren. Um auch ihnen die Option einer staatlich geförderten Altersvorsorge zu geben, wurde 2005 die Rürup-Rente eingeführt. Hinter ihr steckt in der Regel eine klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung oder ein Fondssparplan, deren Beiträge Sie als Sonderausgaben steuerlich geltend machen und damit Ihre Steuerlast deutlich senken können.

Für wen ist die Rürup-Rente sinnvoll?

Wie bei jedem Altersvorsorgeprodukt gilt auch bei der Basisrente, dass sie zu Ihrer Lebenssituation passen muss. Da die Steuervergünstigungen, die mit der Rürup-Rente einhergehen, das große Plus dieser Vorsorgeform ist, richtet sie sich vorwiegend an Gutverdiener. Zwar profitieren auch Geringverdiener von den Steuerentlastungen. Doch ihre Beiträge sind kleiner als die von Personen mit einem höheren Einkommen, sodass die steuerlichen Vorteile geringer ausfallen.

Daneben ist die Basisrente für Selbstständige und Freiberufler sinnvoll, die bislang noch gar nicht für das Alter vorsorgen. Oftmals können sie keine Riester-Rente abschließen und hätten ohne die Rürup-Rente keine Möglichkeit, mit staatlicher Unterstützung ein finanzielles Polster aufzubauen. Viele Versicherer geben ihren Kunden die Möglichkeit, die Beitragshöhe an ein gestiegenes Einkommen anzupassen oder zusätzliche Einzahlungen zu tätigen. Damit werden sie der flexiblen Einkommenssituation von Selbstständigen gerecht.

Da es keine Einschränkungen gibt, wer eine Rürup-Rente abschließen darf, sollten sich auch Beamte informieren, ob diese private Altersvorsorge zu ihrer Vorsorgeplanung passt. Generell gilt laut Stiftung Warentest: „Wer viel verdient und viel Steuern zahlt, profitiert viel stärker von den Steuervorteilen.“

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Wie wird die Rürup-Rente gefördert?

Sie können Ihre Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Ab 2025 berücksichtigt das Finanzamt ihre kompletten Einzahlungen bis zum Höchstbetrag. Bis dahin wird die Grenze jährlich um zwei Prozent angepasst. 2017 rechnet das Finanzamt beispielsweise 84 Prozent der Beiträge an. Dazu müssen Sie diese in der Anlage „Vorsorgeaufwand“ vermerken. Hier fließen auch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung ein.

Seit 2015 ist der anrechenbare Höchstbetrag an die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt. Dadurch profitieren Sparer noch stärker vom Steuervorteil, wie die folgende Entwicklung des Maximalbetrags seit 2005 für unverheiratete Versicherte zeigt:

2005 bis 2014: 20.000 Euro
2015 22.172 Euro
2016 22.766 Euro
2017 23.362 Euro

Immer mehr Verbraucher entdecken die steuerlichen Vorzüge der Rürup-Rente. Seit ihrer Einführung ist die Anzahl der abgeschlossenen Verträge auf zuletzt über zwei Millionen gestiegen.

Welche Formen der Rürup-Rente gibt es?

Wenn Sie Ihre Altersvorsorge mit Steuervergünstigungen kombinieren wollen, können Sie zwischen verschiedenen Varianten wählen:

Rürup-Rente als klassische Rentenversicherung:

Die Beiträge unterliegen einer garantierten Verzinsung, sodass Sie bereits bei Versicherungsabschluss wissen, wie hoch Ihre Rente mindestens ausfällt. Zusätzlich können Überschüsse die Auszahlung erhöhen. Da die Anbieter das Geld der Versicherten jedoch sehr sicher anlegen, um ihre Versprechen erfüllen zu können, sind keine großen Zuwächse durch Überschussbeteiligungen zu erwarten. Wenn Ihnen Planungssicherheit für Ihren Lebensabend wichtig ist, kommt die klassische Rürup-Rente mit ihrer Mindestrente diesem Wunsch am stärksten entgegen.

Rürup-Fondssparplan:

Hierfür gibt es vergleichsweise wenige Angebote. Sie können im Vergleich zur fondsgebundenen Variante kostengünstiger sein, da sie zunächst als Ratensparplan und erst mit Rentenbeginn als Versicherung funktionieren. Eine Beitragsgarantie ist als zusätzliche Leistung ebenfalls möglich.

Fondsgebundene Basisrente:

Bei dieser Form investieren die Anbieter die Beiträge in Fonds, was bessere Renditen im Vergleich zur Klassik-Variante ermöglicht. Je nach Tarif können Sie eine Beitragsgarantie vereinbaren. So erhalten Sie zu Rentenbeginn mindestens Ihre Sparbeiträge zurück. Statt einer garantierten Rente nennen die Versicherer jedoch nur zu erwartende Auszahlungen abhängig von hochgerechneten Renditen.

Rürup-Sofortrente:

Stehen Sie kurz vor dem Ruhestand und haben eine größere Summe Geld zur Verfügung, etwa aus einer ausgezahlten Lebensversicherung, können Sie das Kapital steuerbegünstigt zur Altersvorsorge in Form der Rürup-Sofortrente nutzen. Ihnen wird dann direkt im Anschluss entsprechend der Höhe der Einmalzahlung eine Rente bis zum Lebensende ausgezahlt.

Welche Kosten fallen bei einem Rürup-Vertrag an?

Wie viel Sie monatlich in Ihren Vertrag einzahlen, hängt ganz von Ihren Sparzielen und Ihrem finanziellen Spielraum ab. Einen festgelegten Beitrag, den Sie zahlen müssen, um steuerlich begünstigt zu werden, gibt es nicht.

Um möglichst viel aus Ihrer Basisrente zu holen, sollten Sie auf die Kosten der Rürup-Rente achten. Diese hängen einerseits von zusätzlichen Leistungen ab, die Sie vereinbaren können, etwa wenn Sie sichergehen wollen, dass das Altersgeld an Hinterbliebene bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nach Ihrem Tod ausgezahlt wird. Auch wenn Sie sich zusätzliche Einzahlungen wünschen, können dafür Kosten anfallen. Andererseits verlangen die Anbieter Gebühren für den Abschluss und die Verwaltung. Sind Fonds involviert, fallen hierfür ebenfalls Kosten an. Daher ist es besonders wichtig, die Renditefresser verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Denn je mehr Kosten das Versicherungsunternehmen für sich einbehält, desto geringer fällt Ihre Rendite beziehungsweise Ihre Rentenzahlung aus.

Beispiel:

Zahlt ein 35-Jähriger bis zum 67. Lebensjahr monatlich 150 Euro ein, belaufen sich die Bruttoprämien auf 57.600 Euro. Liegen die Gesamtkosten bei 5,5 Prozent, behält der Anbieter 3.168 Euro ein. Bei 3,5 Prozent sind es dagegen 2.016 Euro.

Durch das Produktinformationsblatt, das die Versicherer seit 2017 für jeden Tarif aushändigen, wird die Gegenüberstellung der Kosten zwar erleichtert. Ohne fachgerechte Beratung kann es sich jedoch als sehr schwierig erweisen, eine passende Rürup-Rente zu finden.

Was gibt es bei der Auszahlung der Rürup-Rente zu beachten?

Die Rürup-Rente sichert eine lebenslange private Rente. Das angesparte Kapital wird bei Verträgen, die ab 2012 vereinbart wurden, frühestens mit dem vollendeten 62. Lebensjahr ausgezahlt.

Die Leistungen werden wie die gesetzliche Rente nachgelagert versteuert. Das bedeutet, dass während der Ansparphase keine Steuern anfallen, dafür jedoch in der Auszahlphase. Wie hoch der sogenannte Besteuerungsanteil ist, hängt von dem Jahr des erstmaligen Rentenbezugs ab. Würden Sie beispielsweise 2017 in den wohlverdienten Ruhestand gehen, müssten Sie 74 Prozent des Altersgeldes versteuern. Die restlichen 26 Prozent machen Ihren Rentenfreibetrag aus.

Der Besteuerungsanteil steigt bis 2040 stetig an. Dann muss die Rente komplett versteuert werden. Da der persönliche Steuersatz im Alter jedoch in der Regel geringer ist als im Erwerbsleben, fällt die Belastung durch die nachgelagerte Besteuerung im Ruhestand kleiner aus als zu einem früheren Zeitpunkt.

Wichtig:

Sind Sie ein freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, fallen auf die privaten Rentenauszahlungen Abgaben für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung an. Die Auszahlung reduziert sich dadurch. Pflichtversicherte Kassenpatienten zahlen dagegen keine Abgaben. Haben freiwillig Versicherte jedoch

  1. Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt und somit einen Anspruch auf die gesetzliche Rente erworben und
  2. waren 9/10 der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse,

können sie Pflichtmitglied in der Krankenversicherung für Rentner (KVdR) werden. Dadurch fallen die Abgaben weg.

Worauf ist bei der Rürup-Rente noch zu achten?

Manche Rürup-Renten werden zusammen mit einer Zusatzversicherung angeboten, etwa einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Solange mehr als die Hälfte des Beitrags in den Vertrag zur Basisrente fließt, fördert der Staat durch die Kombi-Absicherung auch die zusätzliche Versicherung. Experten raten jedoch davon ab, die Altersvorsorge mit der Risikovorsorge zu verknüpfen.

Einerseits muss die Rente bei Berufsunfähigkeit abhängig vom individuellen Steuersatz versteuert werden. Bei einer eigenständigen Berufsunfähigkeitsversicherung fallen weniger Steuern an. Andererseits drohen Versicherte ihren Schutz zu verlieren, wenn Sie die Rürup-Rente beitragsfrei stellen müssen. Dies kann beispielsweise aufgrund eines finanziellen Engpasses notwendig sein.

Darüber hinaus wird die Basisrente normalerweise als monatliche Rente ausgezahlt. Unterschreitet diese jedoch einen bestimmten Wert, wird sie als Kleinstrente bezeichnet. Dann ist auch eine Einmalauszahlung möglich. Dazu darf die Rente pro Monat nicht höher als ein Prozent der Bezugsgröße gemäß Paragraf 18 SGB IV sein. 2017 entspricht das 29,75 Euro.

Was ist besser: Rürup-Rente oder gesetzliche Rentenversicherung?

Wie die Rürup-Rente im Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung abschneidet, hat die Stiftung Warentest untersucht. Die Analyse richtet sich hauptsächlich an Selbstständige, die sich freiwillig rentenversichern. Denn sie bestimmen die Höhe der Beiträge selbst. Zahlen Versicherte beispielsweise 600 Euro monatlich ein, bietet die gesetzliche Rentenversicherung eine leicht höhere Nettorente als die Rürup-Rente. Nimmt man jedoch die nicht garantierten Überschüsse der klassischen Basisrente hinzu, schneidet die staatlich geförderte Altersvorsorge wiederum besser ab. Die Steuervorteile belaufen sich bei beiden Varianten auf die gleiche Höhe.

Die gesetzliche Rentenversicherung kann eine Alternative für Selbstständige zur Aufbau eines finanziellen Polsters im Alter sein, zumal sie sich nach einer gewissen Beitragsdauer geringe gesetzliche Leistungen beim Hinterbliebenenschutz und bei Rehabilitation sichern. Welche der beiden Varianten am Ende jedoch die sinnvollere ist, sollten Sie mit einem Altersvorsorgeexperten besprechen und durchrechnen.

Lohnt sich die Rürup-Rente für mich?

Bei der großen Auswahl an Möglichkeiten, mit denen Sie Ihren Lebensabend finanziell absichern können, müssen Sie sich irgendwann fragen, ob sich die Rürup-Rente für Sie überhaupt lohnt. Die Antwort darauf hängt im Wesentlichen von Ihrer Einkommenssituation und Ihrer Berufsgruppe ab. Insbesondere wenn Sie als Selbstständiger oder Freiberufler von staatlichen Förderungen profitieren wollen, kommen Sie an der Basisrente nicht vorbei. Ist Ihre Steuerlast zudem sehr hoch, können Sie diese mit einer Rürup-Rente deutlich verringern.

Finden Sie zusammen mit einem Vorsorgespezialisten heraus, ob die Rürup-Rente zu Ihnen passt. Mit ihm vergleichen Sie verschiedene Angebote, um so die beste Basisrente für Ihre finanzielle Absicherung zu finden. Mithilfe des Rürup-Rente Vergleichsrechners können Sie sich darüber hinaus einen ersten Überblick über verschiedene Anbieter verschaffen. Achten Sie bei den klassischen Tarifen auf die garantierte Rentenhöhe. Je höher diese ist, desto geringer sollten die Kosten vonseiten des Versicherers sein. Mit den verschiedenen Risikoklassen können Sie zudem die fondsgebundenen Tarife besser einschätzen.

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