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Interview
Dr. Sophie Chung Gründerin von Qunomedical

Altersvorsorge eilt nicht, darf aber nicht vergessen werden

Laut Dr. Sophie Chung ist die Zeit immer reif, ein Unternehmen zu gründen. Frauen (und Männer), die ihr eigener Chef sein wollen, sollten die harte Arbeit als Gründer jedoch nicht unterschätzen. wer richtig Lust aufs Gründen hat, findet hier wichtige Tipps, wie alles glatt verläuft.

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Wann haben Sie sich dazu entschieden, selbstständig tätig zu sein?

Dr. Sophie Chung: Ich habe mich vor zwei Jahren dazu entschieden, selbstständig arbeiten zu wollen. Damals habe ich noch in New York gelebt und in einem Start-Up gearbeitet. Für meine eigene Unternehmensgründung habe ich mich allerdings ganz bewusst für Berlin als Standort entschieden.

Sie sind bereits eine erfahrene Gründerin. Welchen wichtigen Tipp möchten Sie gern mit weiteren Gründerinnen teilen?

Dr. Sophie Chung: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nie den richtigen Zeitpunkt zum Gründen gibt. Für Frauen sind beispielsweise oft Kinder ein Gründungshemmer oder es fehlt am Geld oder der Businessplan ist noch nicht bis ins Detail ausformuliert. Wer gründen will, sollte einfach loslegen und nicht so sehr auf die Umstände achten. Den Gründerinnen der Zukunft möchte ich gern Folgendes mit auf den Weg geben: Lasst nicht die Umstände für Euch entscheiden, sondern trefft bewusste, eigene Entscheidungen.

Was halten Sie als Gründerin von der Rürup-Rente?

Dr. Sophie Chung: Ich bin mit Altersvorsorge ganz schlecht. Ich weiß, dass ich ganz dringend loslegen muss und mich um meinen Rentenaufbau kümmern sollte. Aber das habe ich bisher schleifen lassen. Mein Mann ist derjenige, der mich hin und wieder drängt, mir Gedanken über meine Rente zu machen. Ich habe einfach den starken Glauben in mir, dass ich bis zu meinem Lebensende arbeiten will und kann. Doch für den Fall, dass das nicht so ist, muss ich mir noch Gedanken machen.

Welche Fehler sollten Gründerinnen bei oder nach ihrer Unternehmensgründung in Bezug auf ihre Altersvorsorge vermeiden?

Dr. Sophie Chung: Ich würde jedem raten – also quasi auch mir selbst –, alle Optionen für die Altersvorsorge kennenzulernen. Denn nur so kann man sich bewusst für eine Vorsorgeform entscheiden, die zu einem passt. Als junge Gründerin muss man sich natürlich gut überlegen, welche finanziellen Verpflichtungen man neben einer Gründung auf sich nehmen kann. Eine monatlich festgelegte Zahlung in eine Rentenversicherung muss man sich ja langfristig leisten können. Deshalb ist es in meinen Augen notwendig, sich gut zu informieren und auch einen Plan B in petto zu haben. Dabei denke ich zum Beispiel an die Möglichkeit, einen Vertrag ruhen zu lassen.

Wenn Sie sich an Ihren Gründungprozess erinnern: Würden Sie etwas rückgängig machen wollen?

Dr. Sophie Chung: Ich würde 95 Prozent genauso machen wie vor zwei Jahren. Die fünf Prozent, die ich ändern würde, sind Folgende: Ich würde mir und meiner Geschäftsgründung etwas mehr Zeit gönnen. Ich habe quasi vom ersten Tag an Umsatz generiert und war sofort im Business. Das hätte ich im Nachhinein betrachtet auch etwas langsamer angehen können.

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