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Interview
Konstantin Neumann Gründer von Wisefood

Ein gutes Netzwerk ist der erste Schritt zum Erfolg

Wie man bei einer Unternehmensgründung vorgeht, hat Konstantin Neumann von Wisefood der Gründerwelt vorgemacht. Hier verrät er dem Gründernachwuchs, wie er sich ein stabiles Netzwerk und damit ein festes Fundament für seinen Firmenerfolg aufgebaut hat.

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Wann haben Sie sich dazu entschieden, selbstständig tätig zu sein?

Konstantin Neumann: Ich habe eigentlich schon kurz nach dem Abitur gewusst, dass ich gern selbstständig arbeiten möchte. Als ich dann zum Studium nach Stuttgart gezogen bin, habe ich mit Kommilitonen bereits über meine beruflichen Zukunftsvorstellungen gesprochen und auch viele Netzwerkveranstaltungen für Gründer besucht. In Stuttgart habe ich mir dann mein eigenes kleines Netzwerk aufgebaut und 2016 dann mit Wisefood eine GmbH gegründet.

Gibt es aus Ihrer persönlichen Erfahrung wichtige Tipps, die Sie gern mit weiteren Gründerinnen und Gründern teilen möchten?

Konstantin Neumann: Ich möchte gern einige wichtige Tipps teilen, die ich aus eigener Erfahrung und durch viele Gespräche mit erfahrenen Gründern gesammelt habe:

  1. Fang früh an, Dich mit Deiner Unternehmensgründung auseinanderzusetzen. Dabei können Gründertreffen helfen, einen Überblick über die vorhandenen Gründungsmöglichkeiten und Voraussetzungen zu bekommen.
  2. Bau ein Gründerteam auf, das aus unterschiedlichen Fachgebieten kommt – vor allem aus Bereichen, in denen Du nicht so fit bist. Am besten sollte jemand im Team sein, der verkaufen kann, eine Person, die sich mit IT-Themen auskennt und jemand, der für kreative Aufgaben zuständig ist.
  3. Warte einen guten Zeitpunkt ab, um Deine Firma zu gründen. Deine Idee sollte möglichst neu sein, sich von der Masse abheben und eine echte Innovation am Markt sein.
  4. Mach Dir nicht so viele Gedanken um die Finanzierung. Es gibt viele staatliche und private Finanzierungsmöglichkeiten von guten Ideen, da findet sich auf jeden Fall eine Unterstützung. Ein gutes Netzwerk hilft dabei natürlich sehr.

Was halten Sie als Gründer von der Rürup-Rente?

Konstantin Neumann: Ich kenne mich leider noch nicht so gut mit meinen Altersvorsorgemöglichkeiten aus. Deshalb habe ich auch keine konkrete Meinung zur Rürup-Rente. Ich sorge derzeit aber schon mit einer privaten Rentenversicherung für mein Alter vor. Außerdem betrachte ich derzeit mein Unternehmen als Altersvorsorge. Denn ich möchte es irgendwann entweder gewinnbringend verkaufen oder dadurch langfristig so gut verdienen, dass ich mir meinen Lebensabend gut finanzieren kann.

Wenn Sie sich an Ihren Gründungsprozess zurückerinnern: Würden Sie etwas rückgängig machen wollen?

Konstantin Neumann: Als ich meine Firma mit meinen Co-Gründern ins Leben gerufen habe, mussten wir einen Anwalt zurate ziehen, denn Wisefood ist eine GmbH. Diese Form der Geschäftsgründung ist relativ komplex. Deshalb war die Entscheidung für einen Anwalt zwar notwendig, aber im Nachhinein auch sehr kostspielig. Würde ich heute noch einmal gründen, würde ich Anwaltskosten im Vorhinein miteinander vergleichen. Wir haben für die ganze Unternehmensgründung wegen dieses Kostenpunkts am Ende sehr viel mehr ausgegeben als wir ursprünglich geplant hatten.

Außerdem würde ich im Vorhinein mit allen an der Gründung beteiligten Personen sprechen, wie viel Zeit sie in das gemeinsame Projekt investieren möchten. Wir hatten beispielsweise während der Gründung einen Gesellschafterwechsel, weil mein damaliger Mitgründer in seinem Vollzeitjob stärker eingebunden war als er dachte. Das war in unserem Fall nicht negativ fürs Geschäft, aber ich würde beim nächsten Mal mehr darauf achten, dass alle die gleiche Zeit und Motivation für die Gründung mitbringen.

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