Rürup Rente in der Steuererklärung

Die Rürup-Rente bietet Ihren Kunden einen unschätzbaren Vorteil. Sie können die Beiträge, die Sie in Ihren Rürup-Vertrag einzahlen, in Ihrer jährlichen Steuererklärung geltend machen und Steuern sparen. Das Besondere: Jahr für Jahr steigt der Anteil, den Sie steuerlich absetzen können. Ab 2025 können Sie die Summe zu 100 Prozent anrechnen lassen. Sie sichern sich nicht nur eine solide private Rente, sondern können zugleich vom Steuervorteil profitieren.

Wo werden die Beiträge zur Rürup Rente in der Steuererklärung eingetragen?

Seit dem Jahr 2009 gibt es bei der Steuererklärung ein neues Formular, die Anlage Vorsorgeaufwand. Im Mantelbogen der Steuererklärung muss dazu unter dem Feld „Sonderausgaben“ diese Anlage angeklickt und hinzugefügt werden. Unter Ziffer 7 „zu zertifizierten Basisrentenverträgen (sog. Rürup Verträge)“ können die Beiträge eingetragen werden. Die Höhe der geleisteten Beiträge können Sie der jeweiligen Beitragsbescheinigung der Versicherungsgesellschaft entnehmen.

Rürup Rente in der Steuererklärung eintragen

Nicht nur Rürup Beiträge können in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Lesen Sie hier, welche Vorsorgaufwendungen noch steuerlich berücksichtigt werden.

Rürup Rente Beiträge steuerlich absetzen

Die Rürup-Rente richtet sich in erster Linie an Selbständige und Freiberufler. Gerade Sie haben die Möglichkeit, einen Großteil der Beiträge als Sonderabgaben abzusetzen. Für Sie ist die Rürup-Rente zudem eine wichtige Möglichkeit, sich eine private Altersvorsorge aufzubauen, da sie nicht über die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert sind und so keine gesetzliche Rente beziehen. Doch auch Gutverdiener, die etwa in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, können diese private Altersvorsorge wie alle anderen Menschen nutzen. Arbeitnehmer sollten allerdings prüfen, ob sich der Abschluss einer Rürup-Rente aus steuerlicher Sicht lohnt. Denn der förderfähige Beitrag reduziert sich um die Summe, die sie in an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen. Hier können Sie auch mehr zu den Vorteilen und Nachteilen der Rürup Rente lesen.

Rürup Rente: Steuervorteile nutzen

Die Beiträge zur Rürup-Rente können Sie wie zur gesetzlichen Rentenversicherung absetzen. Ihre Rürup-Rente Steuerersparnis steigt dabei für Sie Jahr für Jahr. Denn der Anteil, den Sie steuerlich geltend machen können, erhöht sich jährlich um zwei Prozent. Für 2017 bedeutet das: 84 Prozent Ihrer Beiträge zur Rürup-Rente sind steuerlich absetzbar. 2018 sind es bereits 86, 2019 88 Prozent und so weiter. Ab dem Jahr 2025 gibt es keine Begrenzung mehr, sodass Sie vom Steuervorteil maximal profitieren können. Dazu müssen Sie lediglich die Summe Ihrer eingezahlten Leistungen als Sonderausgaben angeben.

Private Altersvorsorge: Wachsende steuerliche Ersparnisse durch die Rürup Rente

Was Sie als Rürup-Sparer beachten müssen: Maximal können Sie als Alleinstehender 23.362 Euro geltend machen, für Ehepaare sind es 46.724 Euro. Sie können natürlich auch wesentlich mehr in Ihre Rürup-Rente einzahlen, um so ihre private Rente zu erhöhen, doch das Finanzamt wird Ihnen nicht mehr anrechnen.

Beispiel: Zahlen Sie in diesem Jahr insgesamt 23.362 Euro in Ihre Rürup-Rente, können Sie 19.624,08 Euro absetzen. Fällt Ihre Zahlung geringer aus, können Sie davon 84 Prozent steuerlich geltend machen. Bei 5.000 Euro bedeutet das einen absetzbaren Anteil von 4.200 Euro. Wer die besten Anbieter sind, können Sie im Artikel zum Thema Rürup Rente Test nachlesen.

Rürup Rente in der Steuererklärung angeben

Die Rürup Rente wird durch Steuerersparnisse gefördert. Hierzu nutzt man den Sonderausgabenabzug.

Mit dem Sonderausgabenabzug können die Beiträge zur Rürup Rente geltend gemacht werden.

Um den Steuervorteil auch nutzen zu können, müssen Sie Ihre Einzahlungen zunächst in der Steuerklärung angeben und nachweisen. Von Ihrem Versicherer erhalten Sie einmal im Jahr einen Auszug, auf dem die steuerwirksamen Beiträge zur Rürup-Rente aus dem vergangenen Jahr aufgelistet sind. Falls Sie einen Steuerberater haben, schicken Sie ihm die Bescheinigung samt den anderen Unterlagen zu. Kümmern Sie sich selbst um Ihre Angelegenheiten, dann geben Sie die gezahlten Beiträge in der Anlage Vorsorgeaufwand als Sonderausgaben an. Denken Sie allerdings daran, dass Sie die Förderung Jahr für Jahr neu beantragen müssen.

Unterschied zur Riester Rente

Sowohl die Riester-Rente als auch die Rürup-Rente werden vom Staat gefördert. Bei der Riester-Rente erfolgt die Förderung jedoch nicht primär über steuerliche Vorteile, sondern über Zulagen. Diese werden den Versicherten einmal im Jahr gewährt, wenn sie eine bestimmte Summe in ihre private Altersvorsorge eingezahlt haben. Das Finanzamt überprüft, welche Form der Förderung für den Steuerpflichtigen besser wäre: die Zulagen oder der Sonderausgabenabzug. Im Unterschied zur Rürup-Rente können hier nur maximal 2.100 Euro im Jahr angerechnet werden. Die Ersparnis bei den Steuern ist demnach bei einer Rürup-Rente höher – insbesondere wenn entsprechend hohe Beiträge eingezahlt werden. Das liegt auch in Ihrem Interesse. Je mehr Sie in die Rürup-Rente zahlen, desto besser fällt Ihr private Altersvorsorge aus.

Besteuerung: Gleiche Regeln wie für die gesetzliche Rentenversicherung

Bei der Besteuerung der Rürup-Rente profitieren Sie in der Ansparphase von den steuerlichen Vorteilen. In der Auszahlungsphase müssen Sie jedoch auch wie Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung auf Ihre Rente Steuern zahlen. Nach dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung zahlen Sie auf Ihre Beiträge für die Rürup-Rente keine Steuern, jedoch auf Ihre ausgezahlte Rente. Was zunächst wie ein Nachteil klingt, wirkt sich in Wahrheit oftmals positiv für Sie aus. Denn im Rentenalter werden Sie wahrscheinlich einen anderen, geringeren persönlichen Steuersatz haben als zu der Zeit, in der Sie voll erwerbsfähig waren.

Rente aus private Altersvorsorge ist steuerpflichtig

Abhängig von dem Jahr, in dem Ihnen die Rürup-Rente zum ersten Mal ausgezahlt wird, wird der steuerpflichtige Teil der Rente festgelegt. Personen, die 2017 erstmalig die Rente beziehen, müssen 74 Prozent der Brutto-Rente versteuern. Bis 2020 steigt steuerpflichtige Betrag um jährlich zwei Prozent, danach bis 2040 nur noch um ein Prozent. Sollten Sie ab dem Jahr 2040 in Rente gehen, müssen Sie demnach auf 100 Prozent Ihrer Rürup-Rente Steuern zahlen.

Rürup Rente Vorteile sichern

Vergessen Sie nicht: Ab 2025 können Sie Ihren kompletten Beitrag bis zum Höchstsatz von der Steuer absetzen. Zudem sparen Sie effektiv mehr Steuern, da Sie Ihre Rürup-Rente erst nachgelagert besteuern müssen. Würden Sie dies bereits während der Ansparphase tun, müssten Sie aufgrund Ihres höheren Steuersatzes mehr Geld an das Finanzamt überweisen. Sie sehen: Der Vorteil der Rürup-Rente liegt auf der Hand. Lassen Sie sich die staatliche Förderung nicht entgehen. Hier geht es direkt zum Rürup Rente Rechner.

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