Rürup Rente für Beamte – Gute Alternative

Die Rürup Rente war ursprünglich gar nicht für Beamte vorgesehen. Zielgruppe der sogenannten Basisrente, die es seit 2005 gibt, waren anfangs vielmehr Selbständige und Freiberufler. Die Rürup Rente für Beamte und auch für Angestellte kann sich wegen der steuerlichen Vorteile trotzdem für viele Sparer lohnen. Ein Überblick, wann die Rürup Rente Beamte sinnvoll bei der Altersvorsorge unterstützen kann.

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Rürup Rente Beamte – Wann lohnt sich die Basisrente?

Die meisten Beamten machen sich um ihre finanzielle Situation im Alter keine großen Sorgen. Wer in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis steht, kann im Ruhestand mit einem Ruhegehalt rechnen, mit dem er später aller Voraussicht nach gut versorgt sein wird. Eine zusätzliche Rürup Rente für Beamte kann sich trotzdem lohnen. Vor allem für Beamte, die viele Steuern zahlen, hat diese ergänzende Form der Altersvorsorge einiges zu bieten. Daneben ist natürlich nicht zu unterschätzen, dass man sich mit einer zusätzlichen Altersvorsorge auch deutlich höhere Bezüge für die Zeit nach dem Berufsleben sichern kann.

Rürup Rente: Beamte erhalten Steuervorteile vom Staat

Bei der Rürup Rente für Beamte gelten im Prinzip die gleichen steuerlichen Vorteile wie bei Selbständigen. Jahr für Jahr können Sparer einen wachsenden Prozentsatz ihrer Beiträge, die sie in einen Rürup-Vertrag einzahlen, steuerlich geltend machen. Im Jahr 2017 liegt der steuerfreie Anteil bei 84 Prozent aus maximal 23.362 Euro für Ledige bzw. aus maximal 46.724 Euro für gemeinschaftlich Veranlagte (für Beamte abzüglich eines fiktiven Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung). Der Prozentsatz für die absetzbaren Sonderausgaben steigt bis zum Jahr 2025 Schritt für Schritt auf 100 Prozent an.

Neben diesem Steuervorteil, der vor allem Gutverdienern zugutekommt, liegt ein weiterer Vorteil der Rürup Rente für Beamte klar auf der Hand: Mit dem richtigen Vertrag können Sparer ihre Altersbezüge nämlich noch einmal deutlich aufstocken und somit optimal für den Ruhestand vorsorgen.

Ist die Rürup Rente für Beamte sinnvoll?

Ob eine Rürup Rente für Beamte sinnvoll ist, hängt immer auch von den individuellen Voraussetzungen eines Sparers ab. Vor allem für ältere Beamte mit einem höheren Einkommen kann die Rürup Rente wegen der staatlichen Förderung in Form von Steuervorteilen durchaus sehr attraktiv sein. Vor dem Vertragsabschluss sollten Beamte hier allerdings gemeinsam mit einem Vorsorgespezialisten besprechen, welche Vorteile und welche Nachteile die staatlich subventionierte Altersvorsorge für ihren konkreten Fall mit sich bringen würde.

Riester oder Rürup: Was lohnt sich mehr für Beamte?

Beamte müssen sich nicht unbedingt für eine Rürup Rente entscheiden, wenn sie zusätzlich privat für den Lebensabend vorsorgen wollen. Um die staatliche Förderung abzugreifen können sie auch eine Riester Rente abschließen. Hier dürfen sie Zulagen beantragen, sofern sie in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei bzw. von der Versicherungspflicht befreit sind.

Die Riester Rente für Beamte kann sich insbesondere dann lohnen, wenn der Sparer eher geringere Bezüge erhält und mehrere Kinder hat. Für viele Familien mit Kindern ist die Riester Rente nämlich eine gute Möglichkeit, Kapital für das Rentenalter anzusparen. Sie erhalten dann Jahr für Jahr Grund- und Kinderzulagen vom Staat, die ihrem Vertrag gutgeschrieben werden. Ob Beamte die Riester Rente der Rürup Rente vorziehen sollten, ist also stark von der finanziellen sowie familiären Situation des Einzelnen abhängig. Auch hier ist es ratsam, das passende Produkt gemeinsam mit einem Experten zu suchen. (Hier Beratung anfordern)

Wann die Rürup Rente Beamten nicht viel bringt

Bevor der Vertrag für die Rürup Rente unterzeichnet ist, sollten Beamte sich genau überlegen, ob sie mit dieser Vorsorgeform die richtige Wahl treffen. Besonders wichtig ist es vorab zu klären, wie hoch die Steuerersparnis in den nächsten Jahren ausfallen kann und in welchem Umfang die späteren Rentenzahlungen zu versteuern sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den Beamte bei der Rürup Rente bedenken sollten: In der Auszahlungsphase haben sie kein Kapitalwahlrecht. Das bedeutet, dass ihnen das angesparte Kapital niemals auf einen Schlag ausgezahlt wird. Selbst eine 30-prozentige Kapitalauszahlung zu Rentenbeginn – die bei der Riester Rente möglich ist – kommt bei der Rürup Rente nicht in Betracht. Stattdessen wird das Ersparte in Form einer lebenslangen Leibrente ausgezahlt.

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